Um den Reigen an unnötigen Schafkopfderivaten wie Farbwenzen und Kreuz-, Schiebe- und sonstige Rämsche um eine brillante Variante zu erweitern und gleichzeitig den armen, oft zerrissenen 6ern des bayerischen Kartendecks eine Funktion zuzuweisen, sei folgende Regelerweiterung vorgeschlagen. Eine schlichte Erweiterung um einen neuen kleinsten Spaz noch unter dem Siebener stand nicht zur Debatte, darum mussten auch weitere Funktionen geschaffen werden:
- die 6er werden mit unter die restlichen Karten gemischt, jeder Spieler erhält folglich neun Karten; zuerst vier, dann fünf.
- die 6er sind ihrer jeweiligen Farbe zuzuordnen; insbesondere gilt für sie auch das Prinzip des Farbezugebens
- abgesehen von den folgenden Ausnahmen werden die 6er innerhalb ihrer Farbe im Rang unter der 7 angeordnet und zählen ebenfalls 0 Punkte
- der 6er der Trumpf-Farbe sticht als Trumpf, außerdem sticht er auch die Trumpf- 7, 8 und 9. Er sticht allerdings nur als Trumpf, wenn außer ihm noch ein weiterer Trumpf da ist, ansonsten sticht er nicht
- der 6er sticht abweichend von seiner Rangeinordnung den vollen Stich seiner Farbe (also beim Vorkommen von Ass, Zehn und König seiner Farbe); dies gilt auch für die Trumpffarbe
- sollte mit einer “Unten durch”- oder “Schlüpf”-Regel für die gesuchte Ass gespielt werden, so muss darauf geachtet werden, die Mindestzahl an Karten der Suchfarbe auf 5 zu erhöhen (inklusive Ass) zu erhöhen, da jede Farbe nun eine Karte mehr hat (den Sechser); alle weiteren Regeln werden nicht beeinflusst bzw. entsprechend angewandt.